Tiere als Weihnachtsgeschenk?

Die Bundestierärztekammer hat Anfang Dezember eine Pressemitteilung veröffentlich und warnt vor tierischen Weihnachtsgeschenken. Dies nehmen wir zum Anlass, uns auch mit dem Thema auseinanderzusetzen.
Tierische Geschenke stehen seit jeher regelmäßig auf den Wunschzetteln; sei es ein eigener Hund oder ein Kaninchen zum Kuscheln oder das bei Mädchen so beliebte Pony.
Im Prinzip steht einem gemeinsamen Aufwachsen mit Haustieren nichts im Weg und ist zur Bildung von Verantwortungsgefühl sehr förderlich.
Allerdings soll jeder Kauf eines Tieres gut überlegt und mit der gesamten Familie diskutiert werden.
Gerade Kinder können und sollen nicht die alleinige Verantwortung für ein Tier übernehmen, die tatsächliche Arbeit und die dahintersteckenden Kosten können nur im Familienverband gemeinsam geschultert werden.

Gerade jetzt zur Weihnachtszeit boomt das Geschäft mit niedlichen Welpen, die im Internet und auf Kleinanzeigenseiten präsentiert werden. „Günstiger Rassehund, gesund und im Familienverband aufgewachsen“- leider stimmen diese Aussagen viel zu oft nicht. Uns werden in der Praxis immer wieder Fälle vorgestellt, wo die Hunde krank sind, aus dem Ausland kommen und viel zu jung von der Mutter und den Geschwistern getrennt werden.
Daher entscheiden Sie bitte im Sinne Ihres Kindes, bevor Sie sich zu einem Welpen überreden lassen. Wir beraten Sie gerne und sind natürlich schon vor dem Kauf eines Tieres für Sie da!

Hier ein paar Hinweise, worauf Sie bei der Anschaffung achten sollten:
- Seriöse Züchter verkaufen höchst selten über das Internet! Soll es eine bestimmte Rasse sein, wenden Sie sich an den Zuchtverband, der Ihnen gerne eine Liste von Züchtern gibt. Allerdings kosten diese Welpen deutlich mehr als die Ramschware im Internet, hier geht Qualität vor Quantität.
- Deshalb gibt es bei Rassehunden durchaus Wartelisten. Die Wellenaufzucht kostet Zeit und viel Energie, sodass viele Züchter nicht mehr als 1-2 Würfe im Jahr planen.
- Bestehen Sie darauf, die Wohnung zu sehen, wo die Welpen aufgewachsen sind und lassen Sie sich auch die Mutter und die Wurfgeschwister zeigen. Lernen Sie den Welpen kennen, gerne auch bei mehreren Besuchen.
- Ein Welpe sollte nicht vor der 8. Lebenswoche abgegeben werden, er sollte geimpft und entwurmt sein. Lassen Sie sich den Impfausweis aushändigen. Verständlicherweise sollte dieser aus Deutschland kommen und es sollte eine Impfung dokumentiert sein.
- Machen Sie einen Kaufvertrag. Vordrucke dafür finden Sie im Internet. Bei Züchtern wird immer ein schriftlicher Kaufvertrag aufgesetzt und Ihnen ausgehändigt.
- Vorsicht bei Modehunden! Aktuell sind Französische und Englische Bulldoggen, Möpse und Chihuahuas wieder sehr im Trend. Die Tiere können starke gesundheitliche Beeinträchtigungen haben, hier ist ein guter Züchter umso wichtiger, um Qualen und sogar Schmerzen für das Tier von vornherein zu minimieren.

Aber auch, wenn Sie alle Punkte beachten, kann es sein, dass Sie an einen Welpenvermehrer geraten. Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl. Schlafen Sie lieber noch eine Nacht darüber und lassen Sie sich nicht in den Kauf drängen. So traurig die Geschichten im Internet auch sind und so süß die Welpen mit Schleichen und Knopfaugen auch aussehen: Wir können die Welpenvermehrer nur stoppen, wenn wir diese Hunde nicht kaufen!
Und vielleicht muß es ja kein Welpe sein, vielleicht findet sich in den Tierheimen der Umgebung ein passendes Familienmitglied, der es Ihnen dankt!
Adopt, don´t shop! (Adoptieren anstatt kaufen!)

Zum Weiterlesen: www.bundestieraerztekammer.de


Winterzeit ist Streusalzzeit

Viele Tiere haben im Winter Probleme mit rissigen Krallen, schmerzenden Pfoten oder aufgerissenen und blutenden Ballen. Das liegt oft am Streusalz auf unseren Straßen. Dieses entzieht dem Ballen und der Haut Feuchtigkeit, sodass die Ballen austrocknen und schnell aufplatzen.
Übermäßiges Lecken an den Pfoten tut sein Übriges und schon haben die Tiere offene Wunden an den Füßen und wollen vor Schmerzen nicht mehr laufen.

Wie kann ich das verhindern?

  • Nach dem Spaziergang die Pfoten mit klarem Wasser abspülen und abtrocknen
  • regelmäßige Pfotenkontrolle auf rissige Hautstellen oder verfilzte Haare zwischen den Zehen, die das Belecken noch fördern
  • Rechtzeitig und frühzeitig Pfotenpflegeprodukte auftragen und einmassieren. Diese geben der Haut wieder etwas Feuchtigkeit zurück, somit platzt sie bei Beanspruchung nicht so schnell auf
  • Bei sehr sensiblen und empfindlichen Hunden kann es notwendig sein, Schuhe oder Walker beim Spaziergang anzuziehen.
Wenn Sie bei Ihrem Tier bereits offene und blutige Stellen entdeckt haben, stellen Sie es ihrem Tierarzt vor. Es kann nötig sein, einen Verband anzulegen.

Als Tierbesitzer sollten Sie auch darauf achten, selbst kein Streusalz zu verwenden, sondern alternative Streuprodukte wie grobes Lavastreu. Rollsplitt ist schon wieder zu scharfkantig und kann die Ballen aufschlitzen.

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen in unserer Praxis gerne mit Rat und Tat zur Seite!

Streusalz

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Tatjana Jung

Berufsbezeichnung:
Katrin Hattemerk - Tierarzt, verliehen in der Bundesrepublik Deutschland.
Tatjana Jung - Tierarzt, verliehen in der Bundesrepublik Deutschland.

Zuständige Kammer:
Landestierärztekammer Hessen, Bahnhofstraße 13, 65527 Niedernhausen

Berufsbezeichnung:
Tierarzt, verliehen in der Bundesrepublik Deutschland.

Berufsrechtliche Regelungen:
Berufsordnung der Landestierärztekammer Hessen, Heilberufegesetz des Landes Hessen.

Die Regelungen finden sich im Gesetzblatt des Landes Hessen: www.ltk-hessen.de

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